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    Der Rede von US-Präsident Trump am Samstag folgt ein politisches Nachspiel: Schweden hat Washington um eine Erklärung gebeten, was Trump mit seiner Äußerung über einen Vorfall in dem Land gemeint habe. Der US-Präsident reagierte ausweichend.
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1993 wurde der „Förderverein Zentralhalle Bayreuth e.V.“ gegründet. Trotz intensiver Bemühungen des Vereins um den Erhalt dieser traditionsreichen Versammlungsstätte der oberfränkischen und Bayreuther Arbeiterbewegung, wurde die Zentralhalle jedoch im Jahr 1995 abgerissen.

Der Verein erweiterte seinen Vereinszweck hin zu der Förderung eines regional
bezogenen Geschichtsbewusstseins durch die Organisation von Ausstellungen und historischen Rundgängen sowie Publikationen zur Regionalgeschichte. Die Neuausrichtung manifestierte sich auch in der Änderung des Vereinsnamens in „Verein für Kultur- und Sozialgeschichte Bayreuth e.V.“.

Im Frühjahr 2000 wurden Abrisspläne für das Leuschner-Geburtshaus in Moritzhöfen 25 bekannt. Der Verein begann sich für den Erhalt des Hauses einzusetzen, erstellte ein Nutzungskonzept für das Geburtshaus als Gedenkstätte und startete eine Bausteinaktion zur Sanierung des Gebäudes. Höhepunkt dieser Initiative war eine öffentliche Veranstaltung mit dem bekannten Widerstandsforscher Prof. Steinbach von der FU Berlin am 30. November 2000.

Ende 2001 gelangte das Geburtshaus in Privatbesitz, sodass die 2002 gegründete Leuschner-Stiftung nach der Sanierung des Geburtshauses dort Räume für die Bildungsarbeit anmieten musste. Ab 1. Juli 2002 war das Leuschner-Geburtshaus Sitz der Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit ihren Büro- und Seminarräumen sowie der Geschäftsstelle des Vereins. Die Stadt Bayreuth mietete das Erdgeschoß für die Gedenkstätte an. Im März 2003 legte der „Verein für Kultur- und Sozialgeschichte“ die Unterstützung der Bildungsarbeit der Leuschner-Stiftung als neues Vereinsziel fest und benannte sich um in „Förderverein Leuschner-Haus“.

Im Juni 2012 musste die Leuschner-Stiftung das Geburtshaus verlassen und bezog die neuen Räume im Haus Herderstraße 29. Dort befindet sich seitdem das Wilhelm-Leuschner-Zentrum als Bildungs- und Dokumentationszentrum. Auch der Förderverein verlegte seine Geschäftsstelle dorthin. Da sein Vereinszweck auch am neuen Ort die Förderung der Bildungsarbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung bleibt, erfolgte im November 2012 die Namensänderung in „Förderverein Leuschner-Zentrum e.V.“.Der Verein ist auf Spenden und Fördermitglieder angewiesen. Er ist vom Finanzamt Bayreuth als gemeinnützig anerkannt. Förderbeiträge und Spenden können steuerlich abgesetzt werden.

 

„Zur Notwendigkeit der Erinnerungskultur in der heutigen Zeit“

Im März dieses Jahres jährt sich die Gründung der Wilhelm-Leuschner-Stiftung zum fünfzehnten Mal. Gegründet am 5. März 2002 erlebte sie im Geburtshaus Leuschners in Moritzhöfen bewegte Zeiten. Seit Sommer 2012 besitzt die Stiftung nun ihr eigenes Refugium in der Herderstraße. Das Wilhelm-Leuschner-Zentrum ermöglicht es den Mitarbeitern der Stiftung unter vernünftigen Voraussetzungen zu arbeiten. Hier wird das Vermächtnis Leuschners in seinem nachgelassenen Archiv bewahrt und durch die Erinnerungsarbeit in der Städtischen Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte am historischen Ort und im Zentrum durch Forschung und Vermittlung als Ort der Erinnerungskultur aktiv vermittelt.

Wir laden daher am 10. März 2017 ab 18 Uhr

in das Wilhelm-Leuschner-Zentrum Bayreuth, Herderstraße 29

zum Nachdenken und Feiern ein.


 

 

Am Freitag, den 27. Januar wurde auch im Leuschner-Zentrum Bayreuth des internationalen Holocaustgedenktages gedacht.

Weltweit wurde an diesem Tag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Holocaust-Überlebende und Politiker warnten davor, die Geschichte zu vergessen: "Die Menschen sind und bleiben zu Unmenschlichkeit imstande."

Zusammen mit der VVN BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)  Kreisvereinigung Bayreuth hatte der Förderverein Leuschner-Zentrum Dr. Ulrich Schneider eingeladen. Der Bundessprecher der VVN und Generalsekretär der FIR (Fédération Internationale des Résistants) hielt einen Vortrag über die Widerstandsgruppen in Europa seit Beginn der 1920er Jahre bis 1945.

Um 19 Uhr, nachdem sich der Seminarraum bis auf den letzten Platz gefüllt hatte begrüßte Katharina Dötterl, 1. Vorsitzende des Fördervereins Leuschner-Zentrums, das Publikum und den Referenten.


Dr. Ulrich Schneider begann danach seinen Vortrag. So ging er unter anderem auf verschiedene außerordentliche Geschehnisse in den verschiedenen Ländern ein, so genannte Narrative. Am Beispiel Griechenlands, dass heimliche Einholen der Hakenkreuzflagge von der Akropolis und das Hissen der griechischen Flagge. Manolis Glezos und Apostolos Sandas erklommen die Akropolis am 30. Mai 1941 und rissen die dort seit der deutschen Einnahme von Athen am 27. April 1941 gehisste Hakenkreuzfahne herunter. Diese erste Widerstandshandlung in Griechenland, durch die Glezos ein antifaschistischer Held wurde, war ein Fanal, das viele Griechen zum Widerstand anregte.

In der Tschechoslowakei begann der Widerstand 1933 mit dem Kampf gegen die nationalsozialistische Henlein-Partei und wurde von deutschen politischen Emigranten aus SPD und Gewerkschaften verstärkt. Das Prager Manifest von 28. Oktober 1938 der Führung der Exil-SPD (SoPaDe) richtete sich gegen die Zerschlagung des tschechischen Staates durch das sogenannte ‚Münchner Abkommen’ (Vertrag zwischen Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien). Dieses Narrativ war die Grundlage für den deutschen Widerstand im II. Weltkrieg.

Einen Gesamtüberblick über diese Gesamtheit des Europäischen Widerstands gibt eine Ausstellung, die die FIR zur Zeit in verschiedenen Stätten zeigt und die im Rahmen der 14. Documenta vom 10.6 bis 14.9.2017 während dieser Internationalen Kunstausstellung in Kassel zu sehen sein wird.

Besonders wichtig war die Aussage von Dr. Schneider, dass der Widerstandskampf eine Sache von Männern und Frauen war, bei dem im Widerstand politische und religiöse Grenzen überwunden wurden. Dieses Erbe ist auch für uns Heutige noch gültig und ist die Grundlage jedes Kampfes gegen die Feinde der Demokratie.

Nach seinem sehr ausführlichen Vortrag hatten alle Anwesenden noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dabei wurde auch über den Widerstand Wilhelm Leuschners und sein Netzwerk von Vertrauensleuten im Kampf gegen den Hitler-Faschismus diskutiert.

Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich bei allen Besuchern und ganz besonders bei unserem Referenten Dr. Schneider, mit dem wir auch zukünftige Veranstaltungen durchführen werden. Die erste Veranstaltung des neuen Vorstands des Fördervereins war ein gelungener Auftakt für das geplante Jahresprogramm und wird vom Demokratieprojekt der Stadt Bayreuth gefördert.


 

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau von der Roten Armee befreit. Dieser Tag wird seit 1996 in Deutschland als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. 60 Jahre nach der Befreiung der Lager in Auschwitz wurde auch von den Vereinten Nationen dieser 27. Januar als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust eingeführt.

Der Förderverein Leuschner-Zentrum und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN BdA. e.V.)laden hiermit herzlich zu unserer Veranstaltung am 27. Januar 2017 um 19 Uhr im Wilhelm-Leuschner-Zentrum ein.

Dr. Ulrich Schneider ist seit 1975 Mitglied der VVN-BdA, seit 1991 ist er als Vorstandsmitglied deren Bundessprecher. Ebenfalls ist er Geschäftsführer der Lagergemeinschaft Buchenwald - Dora/ Freundeskreis e.V. und Herausgeber der antifaschistischen Zeitschrift Glocke vom Ettersberg tätig.

Seit 1991 ist er der Vertreter der VVN-BdA in der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) und seit 2003 deren Generalsekretär. Er ist verantwortlich für die Durchführung der FIR-Kongresse in Berlin (2005), Athen (2007), Berlin (2010), Wien (2011) und Sofia (2013) sowie der Konferenzen beim Europäischen Parlament 2006 und 2007. Schneider ist Koordinator der FIR für die Internationalen Jugendtreffen in Buchenwald 2008, Auschwitz 2012 und 2015.

Er wird einen Vortrag zu seinem Buch „Antifaschistischer Widerstand in Europa 1922-1945“ halten, in dem unter anderem mit zahlreichen Bildern der Kampf gegen den Faschismus in 21 europäischen Ländern – von Guernica über das Warschauer Ghetto bis nach Stalingrad gezeigt wird – und stellt dessen unterschiedlichen Charakter dar: Von der Resistenza in Italien, der Résistance in Frankreich und dem Netzwerk »Comet« in Belgien über den griechischen, jugoslawischen und tschechoslowakischen Widerstand bis zu den Internationalen Brigaden gegen Franco.


 

Am 22. November 2016 fand in den Räumen des Wilhelm-Leuschner-Zentrums die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Leuschner-Zentrum statt. Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den Vorstand, Jürgen Jakob, Inge Berghammer und Herbert Schmid, wurden die Tagesordnungspunkte nacheinander abgearbeitet.

Die Arbeit des Vereins während der letzten drei Jahre wurde genauer beleuchtet. Die Mitgliederzahl, die ein bisschen zurückgegangen ist, war genauso Thema, wie die Unterstützung der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und die weitere Zielsetzung in den nächsten Jahren. Einige Ziele sind, den Verein wieder näher an die Mitglieder zu bringen, mit einem Newsletter, der die Mitglieder auf dem Laufenden hält, was die Arbeit des Vereins angeht. Gemeinsame Unternehmungen stehen ebenfalls auf der Liste der neuen Ziele, auch Möglichkeiten der Mitglieder sich aktiv zu beteiligen.

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Das Portal des Fördervereins Leuschner-Zentrum ist für für Mitglieder, die gerne einen Beitrag veröffentlichen möchten. Auch ist es so möglich bestimmte Informationen nur Vereinsintern auf der Homepage zu veröffentlichen.

Mitglieder müssen sich registrieren und nach der erfolgten Registrierung können sie einen Beitrag einschicken. Dieser wird noch mal überprüft und dann veröffentlicht.

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